Auditorium 17. Fachtagung Palliative Geriatrie 2022)

Dokumentation - 21. Fachtagung Palliative Geriatrie

2. Oktober 2026

Leben und Sterben in Würde: Alles nur schöner Schein?

Palliativgeriatrische Sorgeangebote verlässlich gestalten

Spannende Vorträge, tolle Stimmung, zufriedene Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die ausverkaufte 21. Fachtagung Palliative Geriatrie Berlin war wieder ein Erfolg, und dies vor allem im Sinne unseres Anliegens: Der Beförderung der Palliativen Geriatrie.

Auf der diesjährigen deutschsprachig-internationalen Tagung unter Schirmherrschaft von Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend drehte sich alles um das Thema: "Leben und Sterben in Würde: Alles nur schöner Schein?"

In den Vorträgen ging es darum vor allem um Fragen wie: "Gibt es eine wirklich gelebte, an Palliativer Geriatrie ausgerichtete Versorgungspraxis?", "Wodurch zeichnet sich diese aus?", "Woran können Betroffene, aber auch Mitarbeitende oder die Zivil- und Fachgesellschaft, diese erkennen?" Und letztlich: "Was muss getan werden, damit palliativgeriatrische Pflege und Medizin, eine an den betroffenen Menschen ausgerichtete Kommunikation, ethische Aspekte und der sorgsame Umgang mit Lebensend-Fragen verlässliche Realität werden?"

Fragen, die die Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus verschiedenen Richtungen und vor dem Hintergrund ihrer unterschiedlichen Professionen beleuchteten. Eine passende und nachdenkenswerte Einführung gab dabei der Festredner Giovanni Maio, der zu den führenden Stimmen der Medizinethik im deutschsprachigen Raum zählt. In seinen zahlreichen Publikationen und öffentlichen Auftritten setzt sich der Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für eine werteorientierte Medizin ein. Auch in seinem Vortrag auf der Fachtagung mahnt er an, dass alte Menschen nicht nur eine funktionierende Pflege bräuchten, sondern vor allen Dingen Pflegende, die mit ihnen in echtem Kontakt sind und sie als wertvolle Menschen anerkennen.

Dank unserem Hauptsponsor!

Carsten Pohle von Otto Berg Bestattungen als Referent auf der 21. Fachtagung. Foto: C. Pfister

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Leben und Sterben in Würde: Alles nur schöner Schein?
Wie es gelingt, palliativgeriatrische Sorge zu gestalten.

Menschen, die ein Sorgeangebot für pflegebedürftige oder von einer Demenz betroffene Nahestehende suchen, sind häufig verzweifelt. Sie wünschen sich eine gute und passende Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst, in einer Demenz-WG oder im Pflegeheim. Doch ihre Hoffnungen scheitern schnell an einer unüberschaubaren und kostspieligen  Versorgungslandschaft. Sie sehen sich konfrontiert mit Anbietern, die sich vielfach als fachlich kompetent oder zertifiziert ausgeben. Oder die durch ein schickes, hotelähnliches Setting überblenden, was an altershospizlicher Haltung fehlt. Durch die „palliativgeriatrische Brille“ gesehen, offenbart sich mitunter rasch, dass nicht immer drinsteckt, was ein Hochglanzflyer verheißt.

Auf der diesjährigen Tagung fragen wir uns deshalb: Gibt es eine wirklich gelebte, an palliativgeriatrischen Prinzipien ausgerichtete Versorgungspraxis? Wodurch zeichnet sich diese aus? Was zeichnet die zugrunde liegende Haltung und Fachlichkeit aus und woran können Betroffene, aber auch Mitarbeitende oder die Zivil- und Fachgesellschaft diese erkennen? Und letztlich: Was muss getan werden, damit palliativgeriatrische Pflege und Medizin, eine an den betroffenen Menschen ausgerichtete Kommunikation, ethische Aspekte und der sorgsame Umgang mit Lebensend-Fragen verlässliche Realität werden?  

Tagungsleitung

Portrait Dirk Müller
Dirk Müller MAS (Palliative Care), Fundraising Manager (FH)
Tagungsleitung
Portrait Monika Fuchs
Dr. med. Monika Fuchs
wissenschaflt. Leitung I Referentin

Mitwirkende & Vorträge

Portrait Eder, BSc. MSc.
Andrea Eder, BSc. MSc. | AT Wien
Referentin
Machen Assessmentinstrumente in der pallialivgeriatrischen Sorge Sinn?
Möglichkeiten der Schmerzerkennung von alten Menschen (mit Demenz)
(Präsentation)
Portrait Erlbeck
Johanna Erlbeck | DE Berlin
Referentin
Wenn Pflege weh tut.
Verdacht auf Vernachlässigung und Gewalt in der Pflege
Portrait Fröhlich, BScN, MScN
Annina Fröhlich, BScN, MScN | CH Bern
Referentin
Sich um ethische Fragen in der Palliativen Geriatrie sorgen.
Das neue Grundsatzpapier der Fachgesellschaft Palliative Geriatrie.
(Präsentation)
Portrait Fuchs
Dr. med. Monika Fuchs | DE Ulm
wissenschaflt. Leitung I Referentin
Zwischen Haltung und Hochglanz.
Woran sich gute palliativgeriatrische Versorgung erkennen lässt.
Portrait Ilte
Donald Ilte | DE Berlin
Referent
Gute Pflege bis zuletzt.
Die Sorge der Landesverwaltung um die Güte der Pflege im Land Berlin.
Portrait Kojer
Hon. Prof. Dr. med., Dr. phil. Marina Kojer | AT Wien
Grußwort
Portrait Maio
Prof. Dr. med. Giovanni Maio | DE Freiburg
Referent
Portrait Merkel
Sebastian Merkel | DE Berlin
Referent
Portrait Müller
Dirk Müller MAS (Palliative Care), Fundraising Manager (FH) | DE Berlin
Tagungsleitung
Portrait Pohle
Carsten Pohle | DE Berlin
Referent
Kooperation mit dem Bestatter?
Sind Bestattungsvorsorgen vertretbar und worauf muss geachtet werden?
Portrait Schiel
Dr. med. Sebastian Schiel | DE Fulda
Referent
Portrait Vogel M. sc.
Juliane Vogel M. sc. | DE Gießen
Referentin
Palliative Geriatrie als kommunale Sorgekultur praxisnah.
Tragfähige Netze gestalten, damit niemand allein bleibt.
Portrait Wirsing
Dr. med. Eva Wirsing | DE Berlin
Referentin
Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase.
Was es braucht, damit GVP/ACP für Bewohner, Nahestehende und Mitarbeitende wirkt.

Vielen Dank für die Unterstützung

Otto Berg Bestattungen (Hauptsponsor)

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