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„Sechswochenamt“: Die Trauer akzeptieren lernen
Zwischen dem Volkstrauertag am 15. und dem Totensonntag am 22. November veranstaltet die Zentrale Anlaufstelle Hospiz (ZAH) unter dem Motto „Traut euch Trauer!“ wieder einen Kinotag. Gezeigt wird der Film „Sechswochenamt“, der das Trauern thematisiert.
Denn obwohl der November als „Trauermonat“ gilt, ist die ganz persönliche Trauer oft mit Tabus belastet, widersprüchliche Gefühle quälen Betroffene. „Da ist natürlich der Schmerz, aber auch Wut, Schuldgefühle, Erleichterung oder auch Momente von Freude – und manchmal alles gleichzeitig“, weiß Trauerbegleiterin Petra Behrendt vom Unionhilfswerk. Trauernde würden sich oft fragen: „Darf ich so fühlen?“ Dazu kommt die Angst, den geliebten Menschen zu vergessen und die Scham darüber, Pläne zu machen oder das Leben wieder zu genießen. Gefühle, die auch Schauspielerin Nadja Uhl kennt und der es darum ein Anliegen ist, die Veranstaltung der ZAH zu unterstützen.
In „Sechswochenamt“ verarbeitet Regisseurin Jacqueline Jansen, die auch das Drehbuch schrieb und den Film produziert hat, den Tod ihrer eigenen Mutter. Leise und authentisch erzählt sie über Abschied und Trauer; zeigt, wie eine junge Frau mit dem Tod ihrer früh verstorbenen Mutter umgeht. Um deren letzten Wunsch zu erfüllen, muss sich die Protagonistin gegen staatliche Vorschriften und gesellschaftliche Erwartungen behaupten. Bezug nimmt der Film dabei auf das Sechswochenamt, eine katholische Messe, die sechs Wochen nach dem Tod eines Menschen gefeiert wird.
Sie markiert das Ende der ersten Trauerphase der Hinterbliebenen.
Im Anschluss an den Film hat das Publikum die Möglichkeit, mit Nadja Uhl sowie Trauerberaterin Petra Behrendt und Mitgliedern des „Arbeitskreises Trauer“ der ZAH zu diskutieren und Fragen zu stellen.
Was: Film „Sechswochenamt“ (D – Jacqueline Jansen, 2026) mit anschließender Podiumsdiskussion
Wann: Dienstag, 17. November 2026, 18-20:30 Uhr
Wo: Filmtheater am Friedrichshain, Bötzowstraße 1, 10407 Berlin / Saal 3
Die Veranstaltung wurde von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege gefördert.
Der Eintritt ist frei, Anmeldung hier.
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