Aktuell
Das ZAH-Beratungsjahr 2025
Seit 1997 unterstützt und berät die Zentrale Anlaufstelle Hospiz (ZAH) in Friedrichshain ratsuchende Berlinerinnen und Berliner, aber auch Institutionen und Gremien in allen Fragen rund um Vorsorge für das Lebensende, Sterben, Tod und Trauer. 1997 als Bundesmodellprojekt gegründet, ist die vom Land Berlin und dem Unionhilfswerk finanzierte ZAH damit die einzige Fach- und Spezialberatungsstelle zu diesen Themen in der Stadt.
Expertise die gefragt ist: Im Jahr 2025 gab es 1.300 Einzelberatungen von Bürgerinnen und Bürgern, 280 Patientenverfügungen wurden mit Hilfe der ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater in der ZAH abgefasst, dazu kommen etwa 350 Beratungen zur Berliner Verfügung für Notfälle.
Eine weitere wichtige Aufgabe der ZAH ist die institutionelle Beratung. Im vergangenen Jahr waren das 380 Institutionen, darunter Hospizdienste, Krankenhäuser, Hausarztpraxen, Mitarbeitende aus Betreuungsvereinen, integrierte Gesundheitszentren, ambulante Pflegedienste oder Einrichtungen der stationären Langzeitpflege. „Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung von Einrichtungen, die Schwerstkranke und Sterbende begleiten. Wir wirken außerdem in zahlreichen Fachgremien mit und tragen damit maßgeblich zur Weiterentwicklung der Versorgungstrukturen auf Landesebene bei“, so ZAH-Leiter Thomas Palavinskas.
Doch wer sucht eigentlich Rat und Hilfe in der ZAH? Den größten Anteil machen Beratungen von Menschen zwischen 61 und 80 Jahren aus, bei einem Großteil der Ratsuchenden handelt es sich um Frauen. Häufigste Anrufer sind Lebenspartner und Angehörige aus dem engsten Familienkreis; Betroffene selber rufen dagegen etwas seltener an und fragen um Rat. Thematisch geht es dem Gros der Anrufer (ca. 65 Prozent) dabei um Informationen zur hospizliche Versorgung, aber auch Beschwerden über unzureichende Versorgung von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern sind ein Thema, gefolgt von Fragen zu Vorsorgemöglichkeiten wie der Patientenverfügung. Viele der Ratsuchenden sind in einer seelischen Krise und benötigten Angebote wie Hilfe in der Trauer.
Palavinskas: „Immer mehr Menschen machen sich auch Gedanken um ihr eigenes Lebensende, wollen ohne Leiden und Schmerzen gehen und erkundigen sich nach Möglichkeiten angemessener Begleitung. Häufig ist darum die Sterbehilfe Thema unserer Beratungsgespräche.“
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